SALMAN RUSHDIE

Salman Rushdie

Salman Rushdie
© Syrie Moskowitz

Geboren im indischen Bombay, wurde Salman Rushdie im Alter von 14 Jahren von seinem Vater auf ein englisches Elite-Internat geschickt; danach studierte er Geschichte in Cambridge. Als Werbetexter in London finanzierte Salman Rushdie sich seinen Traum, Romane zu schreiben. Der internationale Durchbruch kam 1981 mit »Mitternachtskinder«, für den er den renommierten Booker-Preis erhielt und der ihm zu Weltruhm verhalf. 1988 erschienen die »Satanischen Verse«. Als er am Valentinstag 1989 erfährt, dass der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini aufgrund dieses Romans ein Todesurteil gegen ihn verhängt hat, muss er abtauchen und lebt 13 Jahre unter Polizeischutz. In seiner 2012 bei C. Bertelsmann erschienenen Autobiographie »Joseph Anton« – seinem Tarnnamen im Untergrund, zusammengesetzt aus seinen beiden Lieblingsschriftstellern Joseph Conrad und Anton Tschechow – verarbeitet er diese Zeit auf eindrucksvolle Weise. Seine Autobiographie wird von einigen Kritikern als sein bestes Buch gefeiert.

Drei Jahre später legte Rushdie, ebenfalls bei C. Bertelsmann, »Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte« vor, einen märchenhaften Roman über die Widersprüche von Religion und Vernunft. »Weltliteratur! Lassen Sie alles stehen und liegen, was Sie gerade tun und lesen Sie dieses Buch!«, urteilte Denis Scheck in der ARD und die Frankfurter Allgemeine übertitelte ihre Rezension mit der Schlagzeile: »Gebt Salman Rushdie den Nobelpreis!«

Obwohl die iranische Nachrichtenagentur Fars im Februar 2016 meldete, dass vierzig staatliche iranische Medien zum Jahrestag der Fatwa das Kopfgeld für den Tod Rushdies um 600.000 Dollar auf insgesamt mittlerweile fast 4 Millionen Dollar erhöht hatten, kommt unser Autor bei seinen Reisen heute ganz ohne Leibwächter aus. Aktuell engagiert sich Salman Rushdie, der von 2004 – 2006 Präsident des amerikanischen PEN war, für eine weltweite Kampagne des Schriftstellerverbandes PEN International, zur Unterstützung von verfolgten und von Zensur betroffenen Autoren. Eine Aktion, die auch von Ai Weiwei, Margaret Atwood und Isabel Allende unterstützt wird.